GRÜNE STADTBEWOHNER

Bäume prägen das Stadtbild erheblich und es gibt in Wien davon tatsächlich mehr als in vielen anderen Großstädten.

Sämtliche Bäume im Stadtgebiet sind in einem Register erfasst: Eine Silberplakette am Stamm zeigt ihre Nummer, mit der sie im Baumverzeichnis der Stadt Wien mit Baumart und, falls bekannt, Auspflanzungsjahr, registriert sind.

Jeder Stamm, der mehr als 40 cm Umfang in einem Meter Höhe erlangt hat, darf nicht mehr einfach umgeschnitten werden. Dies betrifft sowohl die öffentlichen Flächen, als auch private Gärten. Sollte – bedingt durch Krankheit oder Sturmschaden – tatsächlich einmal ein Exemplar gefällt werden müssen, so ist das Nachpflanzen eines neuen Baumes Pflicht.

Insgesamt säumen Wiens Straßen etwa 100.000 Bäume. In diversen Parks und auf größeren Grünflächen finden sich zudem etwa 350.000 Exemplare und jährlich werden mehr als 2.000 Stück nachgepflanzt.

Das Auspflanzen von Bäumen in der Stadt ist jedoch nicht erst seit der Ökobewegung des 20. Jahrhunderts Thema, sondern wurde bereits im 19. Jahrhundert begonnen: Mit der Planung der Wiener Ringstraße wurde der Stadtpark als grüne Lunge für die dicht verbaute Innenstadt mitgeplant und bepflanzt. Außerdem wurde die Ringstraße selbst von Anfang an als Allee umgesetzt. Skizzen, Gemälde und Fotografien der Eröffnung der Ringstraße zeigen viele neu ausgepflanzte kleine Bäumchen.

 

Die Wiener Stadtgärtner pflegen die Bäume im öffentlichen Raum durch jährlichen Verjüngungsschnitt, dem Entfernen von Totholz, der Kontrolle des Stammes und, falls notwendig, mit ökologischen Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen.

 

Unser Buchtipp für alle, die einen guten Überblick über alle 280 Wiener Parks und Gärten erhalten möchten:

Autengruber, Peter (2008): PARKS UND GÄRTEN IN WIEN

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