DIE STAATSOPER

 

Als erstes Gebäude an der neu zu planenden Ringstraße wurde in einem Architekturwettbewerb die Wiener Staatsoper ausgeschrieben, die Nachfolgerin der von den Habsburgern gegründeten und geförderten Hofoper. Die eingereichten Pläne vonAugust Sicard von Sicardsburg (Grundplan) und Eduard van der Nüll (Innendekoration), ein erprobtes Team in Architekturfragen, sahen ein Gebäude im Stil der Neorenaissance vor und gewannen die Ausschreibung. 1869 wurde das neue Haus mit „Don Juan“ von Mozart eröffnet, unter Beisein Kaisers Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth.

Jedoch war ein Großteil der Wiener Bevölkerung bereits während der Bauphase nicht sonderlich zufrieden mit der Architektur des neuen Opernhauses. Die Wiener bezeichneten das Gebäude bald schon als „Bahnhof“ und auch Presse und Kaiser, seines Zeichens Auftraggeber, sparten nicht mit Kritik.

Mit der Zeit lernten die Wiener, ihre Oper, die insgeheim bereits Anfang des 20. Jahrhunderts „Staatsoper“ genannt wurde, zu schätzen. Entsprechend groß war der Schock, als im Jahre 1945 dieses Gebäude durch einen von amerikanische Bombardements verursachten Brand in großen Teilen zerstört wurde. Vorsorglich hatte man bereits den vorderen Trakt zugemauert, wodurch die Hauptfassade im Historismus sowie die Eingangsbereiche und Stiegenaufgänge erhalten blieben. Die hinteren Teile, in denen die Zuschauerränge und die Bühne untergebracht waren, verbrannten. Sie wurden nach 1945 wieder aufgebaut.

Heute ist die Wiener Staatsoper eines der wichtigsten Opernhäuser Europas mit einem weltweit bedeutenden Ruf. Täglich spielt das Wiener Staatsopernorchester, von Opern über Operetten bis zu Ballettaufführungen, dargeboten durch das Wiener Staatsopernballett.

 

Auf der Homepage der Wiener Staatsoper erhalten Operninteressierte alle Infos zum aktuellen Spielplan:

Wiener Staatsoper

 

TIPPS:

  • In einer etwa 40minütigen Führung, welche in unterschiedlichen Sprachen angeboten wird, erhält der Besucher einen Einblick in das Gebäude der Oper mit vielen wissenswerten Zusatzinformationen.
  • Karten für Aufführungen in der Staatsoper können online gebucht werden oder sind auch beim Ticketverkauf im Seitentrakt erhältlich. Je nach Platzwahl gibt es Karten in unterschiedlichen Preiskategorien.

Weitere wissenswerte Informationen zur Staatsoper und zur Ringstraße findest du in folgendem Buch:

Lemmerer, Ulrike (2017): TYPISCH WIEN!

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