DER BOTANISCHE GARTEN

Der Botanische Garten ist ein wahrer Erholungsraum und gehört zu einem der schönsten Orte Wiens. Gegründet wurde er 1754 vom Leibarzt Kaiserin Maria Theresias als Hortus Medicus, also als Garten für Medizinalpflanzen. Dieser sollte Medizinstudenten besseren und vor allem praktischeren Einblick in die Welt der für Arzneimittel der damaligen Zeit benötigten Pflanzen geben und wurde entsprechend in den folgenden Jahrzehnten von Direktoren geleitet, die auch Lehrstühle für Botanik und Chemie inne hatten.  Darunter Nikolaus Joseph Freiherr von Jacquin, nach dem eine der Gassen längs des Gartens benannt ist. Aus der Gründungszeit ist noch eine Platane direkt vor dem Institut für Botanik am Rennweg erhalten, die – anders als etwa 200 andere Bäume – den Zweiten Weltkrieg überlebt hat und als Naturdenkmal gilt.

Die Gliederung des etwa 8 ha großen Gartens veränderte sich während der Jahrhunderte; heute beherbergt der öffentlich zugängliche Bereich Schaugruppen wie die Gehölzsammlung, die Flora von Österreich, die Koniferen, den Bambushain, das Alpinum,  die Kalthaus- und Kanarengruppe, Kakteen und Sukkulenten, Heilpflanzen, Nutzpflanzen, Giftpflanzen, Teiche und Wasserbecken sowie ein Tropenhaus.

Aktuell sind im Botanischen Garten etwa 11.500 Arten beheimatet. Interessierte haben nicht nur die Möglichkeit eines freien Besuches während der Öffnungszeiten, sondern können auch an botanischen Themen-Führungen und Kursen teilnehmen.

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