DAS WINTERPALAIS DES PRINZEN EUGEN

Prinz Eugen von Savoyen, erfolgreicher Feldherr der Habsburgermonarchie, erwarb im letzten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts einige Grundstücke in der Wiener Innenstadt, um sich darauf sein Stadtpalais errichten zu lassen. Da er den Sommer meist in einem seiner Gartenschlösser, darunter Schloss Belvedere, verbrachte, erhielt es bald schon den Beinamen Winterpalais.

Die Grundplanungen gehen auf den Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach zurück, später übernahm  Johann Lucas von Hildebrand den Bau, womit Prinz Eugen die beiden Wiener Star-Architekten seiner Zeit, des Barock, engagierte. Als Ort der Repräsentation des hochrangigen im Dienste der Habsburger stehenden absHabdPrinzen wurden über eine Prunkstiege erreichbare Prunkräume errichtet, eine Galerie sowie eine eigene, heute nicht mehr erhaltene Hauskapelle. Im Zuge der letzten großen Restaurierung wurden, zur Überraschung aller, Räume wiederentdeckt, die durch Um- und Einbauten nicht mehr als solche erkenntlich gewesen waren. Darunter ein frühbarockes Theater sowie eine mit reichen Fresken verzierte Sala terrena. In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalschutzamt wurden diese sowie das gesamte Winterpalais fachgerecht restauriert und damit einer neuen Nutzung durch das Finanzministerium zugeführt.

Jetzt teilen!
Scroll to Top