DAS JOHANN STRAUSS DENKMAL

Welcher Wien-Besuchende hat nicht bereits beim Planen seiner Reise Walzerklänge im Ohr? Wer denkt nicht an die großartigen Neujahrskonzerte der Wiener Philharmoniker, die wie kein anderes Orchester der Welt einen Walzer mit all seinen Nuancen und Schwingungen zu spielen vermögen?

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Tanz im Drei-Viertel-Takt zum Modetanz und gerade in Wien traf er auf eine große Fangemeinde. Quasi die ganze Stadt drehte sich begeistert zu Walzerklängen und das Schöne daran: Jede soziale Schicht durfte Anteil an diesem neuen Trend haben. Zahlreiche Komponisten trugen immer neue Kompositionen bei und sowohl größere und kleinere Orchester konnten sie spielen, als auch Duos oder Quartette beim Heuriger. Einer jedoch sorgte besonders für Begeisterung und wurde schon bald zum Superstar seiner Zeit: Der 1825 geborene Johann Strauss Sohn. Bereits vom Vater musikalisch geprägt, gab er nach seiner musikalischen Ausbildung  Konzerte und komponierte, wodurch er bald schon bekannt und geschätzt wurde. Kaiser Franz Joseph I machte ihn zum k&k Hofball- und Musikdirektor, zahlreiche Konzertreisen gab er in der Donaumonarchie und im Ausland, wo die Konzertsäle bestens gefüllt waren.

Obwohl Komponisten wie Johann Strauss Vater, Josef Lanner, Carl Michael Ziehrer oder Karl Millöcker wesentlich zum umfangreichen Walzerrepertoire der Donaumonarchie des 19. Jahrhunderts beigetragen haben, so ist der 1899 verstorbene Johann Strauss Sohn wohl jener, der den meisten Wien-Besuchern ein Begriff ist. Ihm hat die Stadt eigens ein Denkmal im Stadtpark gesetzt, welches nach jahrelanger Planung und kriegsbedingter Verzögerung im Jahre 1920 enthüllt wurde. Seit 2011 ist die Statue wieder vergoldet, wie es dem Originalzustand nach der Planung des Bildhauers Edmund Hellmer entspricht.

 

Information zur Schreibweise des Namens:

Die Schreibweise des Familiennamens variiert: Strauß oder Strauss. Oft ist heute die Version “Strauß” zu lesen, doch auf nahezu allen von der Familie bis heute bestellten Grabsteinen sowie auf originalen Plakaten liest man “Strauss”. Auf handschriftlich unterfertigten Dokumenten auch “Straußs” . -Bei dieser Schreibweise signalisierte der handschriftlich wie eine Schlinge gewundene vorletzte Buchstabe in der Kurrentschrift die Verdoppelung des Nachfolgebuchstabens, demnach: Strauss.

(vgl. dazu die Informationen des Wiener Instituts für Strauss-Forschung)

 

TIPPS:

Zum Hören und Mittanzen:

CD: Johann Strauss Favourites – Walzer/ Polkas (Wiener Philharmoniker)

 

Zum Nachlesen über das musikalische Ausnahmetalent:
Proházka, Rudolph Freiherrn (2015): Johann Strauss. Biografie

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